{"id":415,"date":"2015-01-24T22:17:44","date_gmt":"2015-01-24T21:17:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ox-araber-hoher-flaeming.de\/?page_id=415"},"modified":"2015-01-24T23:01:23","modified_gmt":"2015-01-24T22:01:23","slug":"mit-den-pferden-leben-lernen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ox-araber-hoher-flaeming.de\/?page_id=415","title":{"rendered":"Mit den Pferden leben lernen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright\" src=\"http:\/\/ox-araber-hoher-flaeming.de\/Pictures\/logo_zeitungMZ.gif\" alt=\"Logo Mitteldeutsche Zeitung\" align=\"left\" border=\"0\" \/><\/a>Erschienen am 2005-10-14 in Jessen, 121 Zeilen von Irina Steinmann.<\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<\/div>\n<p>Rahnsdorf\/MZ. <a title=\"El Watib: Euben \u2013 Familie der Gazella (Koheilan Agjus 1845)\" href=\"http:\/\/ox-araber-hoher-flaeming.de\/?page_id=70\">El Watib<\/a> war der Erste, und das wei\u00df er bis heute sehr genau. Neugierig spitzt er die Ohren, wenn seine Besitzerinnen liebevoll von seinen Macken erz\u00e4hlen. Am liebsten fressen, ganz viel fressen. Und &#8222;schauspielern&#8220;. Der Vollblutaraber-Wallach kam 1994 als Einj\u00e4hriger zu uns. Die beiden promovierten Psychoanalytikerinnen und -therapeutinnen wollten ein Reitpferd haben, was zwar kein Allerwelts-Hobby ist, jedoch auch kein ausgesprochen ungew\u00f6hnliches. Aber dabei blieb es nicht. &#8222;Irgendwann&#8220;, erinnern sie sich, &#8222;sollte es ein zweites Pferd sein.&#8220; Ein Hengst, dem Hengst folgte eine Stute. Irgendwann wurde dann auch noch ein Gest\u00fct aufgel\u00f6st. Ein Schn\u00e4ppchen, das sich die Berlinerinnen nicht entgehen lie\u00dfen . . .<\/p>\n<p>Heute jedenfalls sind es neun Pferde, die sich auf dem Hof tummeln. 2003 sind die Gro\u00dfst\u00e4dterinnen aufs Land gezogen, nach Rahnsdorf, einem l\u00e4ndlichen Stadtteil von Zahna am Rand des Fl\u00e4mings. &#8222;Hoher Fl\u00e4ming&#8220; haben sie ihr Gest\u00fct genannt, auf dem sie Hobby und Beruf &#8211; aber wahrscheinlich l\u00e4sst sich das gar nicht immer so haarklein auseinander halten &#8211; miteinander verbinden.<\/p>\n<p><strong>Spiegel der Seele<\/strong><br \/>\nDenn die beiden Expertinnen in Seelendingen z\u00fcchten dort nicht nur die wertvollen Vollblutaraber -in diesem Jahr kamen in der Lindenstra\u00dfe 23 zwei Hengste zur Welt &#8211; sondern setzen sie auch in der Therapie ein, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Pferde eigneten sich hervorragend daf\u00fcr, weil &#8222;man sie nicht beschwindeln kann&#8220;, sondern im Gegenteil &#8222;sehr klar mit ihnen kommunizieren muss&#8220;. Das Pferd fungiert, wenn man so will, als &#8222;Spiegel der Seele&#8220; des Patienten. Gerade kontaktgest\u00f6rte, sozial auff\u00e4llige oder auch \u00e4ngstliche Kinder w\u00fcrden vom Umgang mit diesen &#8211; gro\u00dfen &#8211; Tieren profitieren. Als ein konkretes Beispiel wird das volkst\u00fcmlich so genannte Zappelphilipp-Syndrom (Hyperkinetisches Syndrom) benannt. Hier k\u00f6nne der Kontakt die Unruhe des Kindes &#8211; die sich zun\u00e4chst auf das Pferd \u00fcbertrage &#8211; letztlich lindern helfen.<\/p>\n<p>Aber auch Erwachsene, F\u00fchrungskr\u00e4fte zumal, k\u00f6nnen, davon sind die beiden Frauen \u00fcberzeugt, etwas lernen am Pferd: &#8222;Klarheit im eigenen Verhalten und Denken&#8220;, Eindeutigkeit in der Kommunikation (&#8222;Man kann ein Pferd nicht bequatschen&#8220;), Teamarbeit. Noch befindet sich das Angebot im Aufbau, noch kommen Patienten und Kunden ausschlie\u00dflich aus Berlin, aber das muss, finden die beiden Frauen, ja nicht so bleiben.<\/p>\n<p><strong>Tierschutz anerkannt<\/strong><br \/>\nK\u00fcrzlich ist immerhin schon das sachsen-anhaltische Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt auf das Gest\u00fct &#8222;Hoher Fl\u00e4ming&#8220; aufmerksam geworden. In der vergangenen Woche gab es eine Anerkennungsurkunde von Ministerin Petra Wernicke (CDU). Bekommen aber haben die beiden Frauen diese Auszeichnung, \u00fcbrigens nicht ihre erste, f\u00fcr ihre Bem\u00fchungen im Tierschutz. Vor allem deshalb, weil El Watib und seine Artgenossen nicht in Boxen, sondern in einem so genannten Offenstall gehalten werden mit &#8222;gro\u00dfz\u00fcgig angelegten Paddocks&#8220; (Auslauffl\u00e4chen), wie es in der Begr\u00fcndung hei\u00dft.<\/p>\n<p>Die Pferde sind indes nicht die einzigen Tiere auf dem Hof mitten in Rahnsdorf. Die beiden Frauen haben sich auch dem Artenschutz verschrieben. Deshalb spazieren dort flauschige Lachsh\u00fchner herum, eine, so die Frauen, &#8222;vom Aussterben bedrohte&#8220; Spezies, und deshalb wacht dort auch nicht irgendein Hund, sondern ein wei\u00dfer &#8222;Deutscher Gro\u00dfspitz&#8220;. Ein Tier mit ausgesprochen &#8222;schlechtem Ruf&#8220;, welcher m\u00f6glicherweise auch f\u00fcr das fast vollst\u00e4ndige Verschwinden des fr\u00fcher auf nahezu jedem Bauernhof anzutreffenden Hundes verantwortlich war. In Rahnsdorf aber soll die H\u00fcndin im n\u00e4chsten Jahr Junge bekommen.<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr die Angebote des Rahnsdorfer Gest\u00fcts &#8222;Hoher Fl\u00e4ming&#8220; interessiert, kann \u00fcber Pferdewirtin Sabrina Jacobasch Kontakt aufnehmen, Telefon 0176-24732140, oder unter www.ox-araber-hoher-flaeming.de nachsehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erschienen am 2005-10-14 in Jessen, 121 Zeilen von Irina Steinmann. Rahnsdorf\/MZ. 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